Bußgeld, Punkte und Fahrverbote bei
Alkohol und Drogen am Steuer
Wer im Straßenverkehr unter Alkohol- oder Drogeneinfluss steht, gefährdet sich und andere.
Sie haben beim Autofahren mehr als 0,5 Promille Alkohol im Blut?
Wann droht der Führerscheinentzug wegen Drogen?
Welche Strafen drohen bei einer Drogen- bzw. Alkoholfahrt?
Nachfolgend finden Sie Bußgeld, Punkte und Fahrverbot bei Alkoholmissbrauch im Straßenverkehr.
| Verstoß | Punkte | Bußgeld |
Fahr-
verbot |
| wegen Alkoholmissbrauch bzw. Alkohol am Steuer mit einer Alkoholkonzentration im Atem oder im Blut oder einer Alkoholmenge, die zu einer Atem- oder Blutalkoholkonzentration geführt hat von 0,25 mg/l oder mehr bzw. 0,5 Promille oder mehr. | |||
| erster Verstoß | 2 Punkte | 500 Euro | 1 Monat |
| zweiter Verstoß | 2 Punkte | 1000 Euro | 3 Monate |
| dritter Verstoß | 2 Punkte | 1500 Euro | 3 Monate |
| wegen Alkoholfahrten in der Probezeit oder vor Vollendung des 21. Lebensjahres | 1 Punkt | 250 Euro | nein |
| Verstoß | Punkte | Bußgeld |
Fahr-
verbot |
| wegen Führen eines Kfz unter Drogenmissbrauch bzw. der Wirkung eines berauschenden Mittels. | |||
| erster Verstoß | 2 Punkte | 500 Euro | 1 Monat |
| zweiter Verstoß | 2 Punkte | 1000 Euro | 3 Monate |
| dritter Verstoß | 2 Punkte | 1500 Euro | 3 Monate |
Interessante Berichte und Gerichtsurteile rund ums Thema Alkohol am Steuer
Gestellte Fallen oder gerechte Strafen? - Im Rahmen einer Studie wurde nachgefragt, welche Verstöße die Deutschen als Kavaliersdelikt ansehen und wann ernsthafte Konsequenzen als gerechtfertigt erachtet werden.
Mit wie viel Promille darf man mit einem E-Roller fahren? - Für Elektroroller-Fahrer gelten dieselben Promillegrenzen wie für Autofahrer, dies bedeutet, dass, wer mit 0,5 bis 1,09 Promille fährt, eine Ordnungswidrigkeit begeht. Diese wird mit einem Bußgeldbescheid geahndet, der sich in der Regel auf 500 Euro beläuft. Obendrauf gibt es noch 2 Punkte im Flensburger Strafregister und 1 Monat Fahrverbot. Wird ein E-Scooter mit einem Blutalkoholgehalt von 1,1 Promille und mehr erwischt, liegt eine Straftat vor.
Alkoholsünder im Ausland - Die strengsten Promille-Regeln gibt es in vielen Ländern Ost- und Südosteuropas. In der Slowakei, Ungarn, Rumänien und Tschechien gilt eine 0,0 Promille-Grenze. Die Strafen können in vielen Ländern richtig teuer werden.
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Alkoholabbau pro Stunde - Wer mit mehr als 1,09 Promille unterwegs ist, gilt als absolut fahruntüchtig. Der Abbau von Alkohol hängt von vielen Faktoren ab, beispielsweise dem Alter, die Körpergröße und das Körpergewicht. Hinzu kommt, wie viel und welche Art Alkohol am Abend zuvor getrunken wurden. Stündlich werden ungefähr 0,1 Promille abgebaut. Experten raten allerdings strikt davon ab, die verbliebene Restalkoholmenge selbst zu errechnen.
Auswirkungen von Alkohol und Drogen auf die Fahrtüchtigkeit - Cannabis dürfen etwa 1.000 Menschen in Deutschland legal konsumieren. In der Einstellungs- und Eingewöhnungsphase von cannabishaltigen Medikamenten kann die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigt sein.
Führerscheinentzug - Was viele Autofahrer nicht wissen, auch einem Fahrradfahrer droht der Entzug des Führerscheins, und das nicht erst bei 1,6 Promille. Bereits bei einem Promillewert im Blut von 0,3 muss ein alkoholisierter Radfahrer mit einer Strafanzeige rechnen, wenn dieser auffällig gefahren oder in einen Verkehrsunfall verwickelt ist.
Alkoholfahrten im Ausland - Die Bußgelder für Trunkenheit am Steuer können in einigen Ländern der EU mehrere 1.000 Euro betragen und zu Fahrverboten und in der Schweiz sogar bis hin zu Haft und Beschlagnahmung des Auto führen.
Fahrverbot wegen Alkohol - Der Bundesjustizminister Heiko Maas plant, die maximale Fahrverbotsdauer von drei auf sechs Monate zu verlängern. Weiter ist damit zu rechnen, dass Verkehrsdelikte, wie zum Beispiel Trunkenheit am Steuer, bei denen die Fahrerlaubnis ausnahmsweise nicht entzogen werden kann, in Zukunft immer mit 6 Monaten Fahrverbot bestraft werden.
Restalkohol am Steuer - Sie sollten aufpassen, denn der Alkoholgehalt im Blut kann auch nach dem Schlaf noch über der 0,5-Promillegrenze liegen.
Eine neue Software soll künftig eine Trunkenheitsfahrt verhindern.
Die Medizinisch-Psychologische Untersuchung soll bis 2017 reformiert werden - Verkehrsminister Alexander Dobrindt fordert für Alkoholsünder schärfere Regeln.
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